Der Große Ratsherrenball

Lasst Euch in vergangene Zeiten entführen.
Erlebt einen Abend ganz im Stil des 16. Jahrhunderts
mit Charme, Galanterie, Etikette, Edelmut und Ehr.
Es sind gleich mehrere Geschehnisse rund um den Nürnberger Rathaussaal,
die mit Ihren 500sten Jubiläen zum Feiern einladen.
Seien es die "Nürnberger Tanzstatuten" für die Rathausbälle,
sei es die Beauftragung Albrecht Dürers für einen neuen Rathaussaal,
der damit zu einem Juwel und einen der weltweit herausragendsten Säle
vor Fertigstellung der Sixtinischen Kapelle wurde. Mit unserem Ball wollen wir an die Bälle der Patrizier anknüpfen
und den wundervollen Saal mit Leben füllen.
Lasst uns Nürnberg zeigen,
wie wundervoll lebendige Geschichte sein kann... Erlebt es selber… Ein Grand Divertissement in historischer Gewandung,
mit Spiel und Tanz und vielen Verführungen des Patrizierlebens.     B A L L V O R B E R E I T U N G
Workshop mit Tänzen des Balls für Anfänger & Fortgeschrittene
13. bis 17. Juni 2022 • Ballettförderzentrum • Nürnberg   A V E R T I M E N T I D E L B A L L O
Eine kleine Anstands- & Benimmschule der Renaissance
13. bis 17. Juni 2022 • Ballettförderzentrum • Nürnberg   F L O T T E S
D U R C H T A N Z E N
Die ganzen Tänzen des Balls für Anfänger & Fortgeschrittene
17. Juni 2022 • Ballettförderzentrum • Nürnberg   D E R S T O L Z
D E R N Ü R N B E R G E R
P A T R I Z I E R
Führung durch die besonderen Schätze der Stadt
13.-18. Juni 2022 • Altstadt • Nürnberg   R A T S H E R R E N E M P F A N G
Empfang in Gewandung
18. Juni 2022 • Tiergärtnertorplatz • Nürnberg   N Ü R N B E R G E R
K A U F M A N N S Z U G
Gewandeter Prunkzug durch die Altstadt
18. Juni 2022 • zum Hauptmarkt • Nürnberg   F E S T S C H M A U S
Fränkische Festtafel
18. Juni 2022 • Bratwurst Rösslein • Nürnberg   D E R G R O S S E
R A T S H E R R E N B A L L
Divertissement im Stil der Renaissance
18. Juni 2022 • Rathaussaal • Nürnberg   Gleich zwei große Jubiläen stehen 2021 im Zusammenhang mit dem Rathaussaal bevor, welche ich als Anlass nehme ein historisches Event im Stil der Renaissance ins Leben zu rufen.
Das eine ist die Beauftragung Albrecht Dürers ein Konzept für den Rathaussaal zu entwerfen, was ihn zu einer gesponsorten Reise durch Europa und einen Besuch, der damals berühmten Säle, wie den von Brügge, veranlasste. Darauf entwarf er eine Ausmahlung und Ausgestaltung, die erst von der Sixtinischen Kapelle übertroffen wurde. Er selbst hat jedoch die Fertigstellung nicht mehr erlebt.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde das Nürnberger Rathaus umfassend erneuert. In diesem Zusammenhang beschloss der Rat die Ausgestaltung und die Ausmalung des großen Saales nach Entwürfen und unter Regie von Albrecht Dürer. Die Arbeiten wurden 1521 begonnen und 1528/30 beendet. Die Saalausmalung (Triumphzug Kaiser Maximilians) war das seinerzeit größte Wandgemälde Europas und wurde dann erst von der zehn Jahre später begonnenen Sixtinischen Kapelle übertroffen.
Das Motiv wurde in der Hoffnung gewählt, dass der Kaiser einen Reichstag in Nürnberg abhalten würde... die Geschichte verlief dann anders.
Das zweite sind die „Nürnberger Tanzstatuten“ die 1521 für die Rathausbälle erlassen wurden.
Nürnberg war dabei Vorreiter einer Liberalisierung. Denn in diesen Statuten wurde weiteren Patrizierfamilien das Rechte eingeräumt an den politisch wichtigen Bällen teilzunehmen. Ähnliche Statuten wurde erst später nach dem Nürnberger Vorbild in anderen Städten eingeführt.
Das 1521 aufgestellte Tanzstatut ist zurückzuführen auf die politisch geprägten Rathausbälle, die der Nürnberger Magistrat an bestimmten Tagen im Jahr, wie zum Beispiel an den Sonntagen der Herrenfastnacht, oder zu Ehren von Fürstlichkeiten veranstaltete. Es wurden fast ausschließlich Angehörige der ratsfähigen Familien eingeladen.
Es unterschied, im Sinn einer abgeschlossenen Liste, die zweiundvierzig damals existierenden ratsfähigen Patrizierfamilien, welche nach dem Alter ihrer Ratszugehörigkeit in zwanzig alte, nach 1385 sieben neue und fünfzehn weitere, erst nach 1440 ratsfähig gewordene, erst zugelassene Geschlechter aufgeteilt waren. Diese Unterscheidung spielte aber in der Praxis keine große Rolle mehr, denn schon wenig später konnten auch Angehörige der jungen Geschlechter die höchsten Ämter bekleiden. Unter bestimmten Bedingungen wurden 1521 außerdem sechs der über fünfzig nichtratsfähigen ehrbaren Geschlechter und einige namentlich genannte Bürger zum Tanz zugelassen.
Durch diese Statuten ist es außerdem erwiesen, dass der Saal nicht nur für Versammlungen oder zeremonielle Zwecke genutzt wurde, sondern wirklich auch Tänze den Raum erfüllten. Der historische Tanz – Nürnberg eine Metropole – Damals und heute
Wenigen ist bekannt, dass trotz der enormen Zerstörungen des Krieges in Nürnberg einige der wichtigsten Tanzquellen bis heute erhalten geblieben sind.
Neben Werken der bedeutendsten Autoren wie Caroso, Negri, Arbeau, Feuillet und Tauber ist auch die überhaupt erste deutsche Quelle von Tanzchoreografien mit einer Handschrift aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Darunter befinden sich auch wundervolle Raritäten wie eine handkolorierte Ausgabe eines Tanzbuchs von Lambranzi (1716).
Aber auch heute ist Nürnberg eine bekannte und bedeutende Metropole des historischen Tanzes.
Schon in den 70er Jahren war der Nürnberger Schembart-Gesellschaft e.V. einer der Vorreiter in Deutschland den historischen Tanz und Musik und Tanz wiederzubeleben. In den 80ern entstanden dann immer mehr auch privat organisierte Gruppen, wie die von Klaus Schmidt. Und die Nürnberger Hochschule für Musik hat mit Marie-Claire Bär le Corre eine der ersten Dozentinnen für historischen Tanz.
Auch waren einige der bekanntesten Dozenten und Forscher schon in Nürnberg und Umgebung aktiv. Barbara Sparti, Anna Yepes, Andrea Franchalanci, Baert Lieven, Markus Lehner, Carles Maas und viele mehr.

Altes Rathaus - Rathaussaal

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freier Dozent für Tanz & ÄsthetikDiplomdesigner -Tanzmeister, Choreograph, Eventmanager, historischer Tänzer von Mittelalter bis Empire/RegencySeit mehr... read more

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