Das diesjährige Motto des internatinalen Seminars für Alte Musik ist „Paris-Venedig“. Für den Tanz bieten sich die Fêtes Vénitiennes von André Campra geradezu an: ein französischer Komponist, der eine Ballett-Oper schreibt, deren Szenen alle in Venedig spielen. Die Fêtes Vénitiennes bestehen aus mehreren sogenannten „Entrées“, die in sich abgeschlossene kleinen „Mini-Opern“ sind. Die erste Aufführung fand in Paris 1710 statt.
Besonders reizvoll für diesen Sommerkurs ist eine Szene aus dem 3. Entrée "L'Opéra". Hier gibt es Theater im Theater: Die Sängerin Leontine in der Rolle der „Flore“ und Zephir, der milde Westwind und Liebhaber der Blumen, besingen den Frühling. Hirten und Schäfer kommen und tanzen heiter in den arkadischen Gefilden. Dann allerdings kommt der böse, kalte Nordwind "Borée" und entführt Flore. Eigentlich müsste im Libretto jetzt Jupiter kommen, die Entführung rächen und Flore wiederbringen, aber es stellt sich heraus, dass die Sängerin Leontine tatsächlich entführt wurde, und zwar von einem Liebhaber, der sich als Borée verkleidet hatte.
Als Hirten und Schäfer werden wir barocke Originaltänze zu Musik von André Campra und Marin Marais tanzen. Die Entführung der Sängerin ist eine aufregende pantomimische Tanzszene, die für diesen Kurs neu gestaltet wird.
Auf Wunsch werden die Original-Choreographien per Mail zugeschickt.
Anmeldung: Christa Pesendorfer, Hauptstraße 61b/8, 3001 Mauerbach, Austria
Tel. +43(0)6769182869, Mail: chpesendorfer@hotmail.com
