Ludus Pastoralis

Ludus Pastoralis

Ein barockes Schäferspiel des Jesuitenkollegs in Metz mit komplett erhaltenem Ballett von 1734

Das Tanzstück „Ludus Pastoralis“, eines der vielen im 18. Jh. aufgeführten jesuitischen Schulballette, ist das bislang einzige in Musik, Choreographie und Text vollständig überlieferte Opus seiner Art. Es ist in Beauchamp/Feuillet-Schrift notiert und steht exemplarisch für die Theaterwelt der Jesuiten, ihres kulturellpädagogischen Bildungsprogramms und für die Ballettpraxis des frühen 18. Jhs. 1734 kam die dem Bischof von Metz gewidmete Pastorale im Jesuitenkollegium von Metz zur Aufführung. In 14 Szenen alternieren Deklamationspoesie, Instrumentalmusik, Gesang und Tanz. Drei Ballette mit insgesamt sieben Tänzen (Entrée de ballet, Marche, Paysanne, Rigaudon, Canaries, Gigue, Ballet général) sorgen für eine abwechslungsreiche Gliederung des allegorischen Schäferspiels an den Gestaden der Mosel. Die Rollen wurden von Kollegiaten unterschiedlicher Klassenstufen ausgeführt; die Hauptrolle des Oberhirten tanzte ein Externer aus Paris. Die Tänze sind mit Solopartien und Formationen zu 2, 4 und 5 Tänzern besetzt. Das Schlußballett vereint alle acht Schüler in einer Choreographie.  Guillaume Jablonka wird ausgewählte Tänze aus „Ludus Pastoralis“ unterrichten. Die Choreographien, die aufgrund ihres Lehrcharakters auf repetitivem Schrittmaterial aufbauen, sind von mittlerem Schwierigkeitsgrad; das tänzerische Niveau der Teilnehmer erfordert daher die Vertrautheit mit dem Basisschrittmaterial der Belle Danse. Bitte genaue Informationen dem beigefügten Flyer entnehmen.

 

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