
Wir tanzen die „Nouvelle Bourrée des Princesses“ nach einer Choreografie von Pierre Rameau.
Die Kenntnis des barocken Schrittrepertoires wird vorausgesetzt.

Wir tanzen die „Nouvelle Bourrée des Princesses“ nach einer Choreografie von Pierre Rameau.
Die Kenntnis des barocken Schrittrepertoires wird vorausgesetzt.

Dieser Tanz ist ein absoluter Klassiker unter den barocken Solopaartänzen. Die im Jahr 1700 veröffentlichte Choreographie von Pecour ist eine kleine Suite bestehend aus Bourrée – Menuett – Bourrée. Das verwendete Schrittmaterial ist mit nur zehn verschiedenen Schritten ebenso übersichtlich wie enigmatisch, Wiederholungen von Schrittsequenzen erleichtern zudem das Erlernen des Tanzes. Die Choreographie spielt mit den Raumachsen und dem Wechsel zwischen Punkt- und Spiegelsymmetrie des Paares.

Dieser Tanz ist vielleicht eine der schönsten erhaltenen Choreographien für ein Solopaar aus dem Barock. Wie bereits im Namen angegeben, stammt die Passacaglia aus der Oper Persée. Der Komponist der bezaubernden Musik war Jean-Baptiste Lully. Veröffentlicht wurde die Choreographie 1704 in einer großen Sammlung von Tänzen von Louis-Guillaume Pécourt. Auf der Opernbühne standen damals zwei absolute Stars der damaligen Zeit: Mr. Balon und Mlle. Subligny.

Ein Wochenende mit zauberhaften Tänzen aus dem Rokoko. Mit dabei sind natürlich die englischen Longways in der Gasse, die in Deutschland meist als englische Tänze oder Contredanses anglaises bezeichnet wurden, aber nicht nur aus England stammen, sondern überall reichlich erfunden wurden. Manchmal nannte man sie bei uns auch Sesken, weil in der Regel 6 Personen eine Untergruppe in der langen Gasse bilden.

Die Folie diente als Anregung für viele Komponisten, die hierzu Variationen geschrieben haben. Besonders bekannt sind die Variationen von Arcangelo Corelli und Marin Marais am Anfang des 18. Jahrhunderts, am Ende des Jahrhunderts schrieb z. B. auch Carl Philipp Emanuel Bach noch Folie-Variationen. Auch wenn sich die erhaltenen Choreographien auf den Anfang des 18. Jahrhunderts beschränken (Taubert publizierte sie z.B. 1717 in Deutschland), wurde im Tanzunterricht die Folie im ganzen 18. Jahrhundert nachgefragt.

Als die junge Marie-Adelaide de Savoye 1697 an den Hof von Versailles kam, kam mit ihr das Tanzen wieder in Mode.
Mehrere in der Feuillet-Notation überlieferte Tänze zeugen von Marie-Adelaides Leidenschaft für den Tanz.
Die Bourrée gehört laut Gottfried Taubert (1717) zu den drei französischen Fundamentaltänzen (Courante, Menuett, Bourrée).
Die beiden Tänze dieses Kurses repräsentieren die hochentwickelte Form der Bourrée, eines Tanzes, der um 1700 bereits etwa 100 Jahre alt war.

„Stellen wir uns vor, wir wären lebende Bilder, gemalt von den besten Meistern ...“ (Kellom Tomlinson).
In diesem Kurs werden wir einige der spezifischen Elemente aus Tomlinsons Abhandlung „The Art of Dancing“ (1735) untersuchen. Anhand seiner Choreografien werden wir seine Beschreibungen der Schritte und Armbewegungen erforschen. Dabei werden wir auch berücksichtigen, was Tomlinson als „die gesamte Kunst des Tanzens“ bezeichnet, und seine Kupferstichillustrationen als Anregung nutzen, um einen individuellen Stil und Charme beim Tanzen zu entwickeln.


