
30. Sommertanzkurs - DAS JUBILÄUM
Meisterklasse: Italienischer und französischer Hoftanz und Theatertanz zwischen 1600 und 1630

30. Sommertanzkurs - DAS JUBILÄUM
Meisterklasse: Italienischer und französischer Hoftanz und Theatertanz zwischen 1600 und 1630

Anmeldung über info@torgauer-taenzer.de erforderlich.
Liebe Renaissancetanzgruppen,

Wann
Samstag 21.03.2026 14:00 - 21:00
Ort
Rock'n'Roll und Tanzclub "Ireen", Röhrweg 17, Torgau
Schneeglöckchenball
Mit Kaffee und einem Mitbringbuffet (Kuchen und herzhafte Speisen), dass durch euch gestaltet wird
Zum Abendessen gibt es das übrige Buffet oder Kartoffelsalat mit Wiener.

Dieser Tanz ist ein absoluter Klassiker unter den barocken Solopaartänzen. Die im Jahr 1700 veröffentlichte Choreographie von Pecour ist eine kleine Suite bestehend aus Bourrée – Menuett – Bourrée. Das verwendete Schrittmaterial ist mit nur zehn verschiedenen Schritten ebenso übersichtlich wie enigmatisch, Wiederholungen von Schrittsequenzen erleichtern zudem das Erlernen des Tanzes. Die Choreographie spielt mit den Raumachsen und dem Wechsel zwischen Punkt- und Spiegelsymmetrie des Paares.

Dieses Wochenende richtet sich mit einer Handvoll vergnüglicher Tänze und einem übersichtlichen Schrittmaterial auch besonders an Anfänger, die sich auf eine kleine Zeitreise in das 15. und 16. Jahrhundert begeben möchten.
Domenico da Piacenza ist unser erster Held der Tanzgeschichte – er hat uns aus der Mitte des 15. Jahrhunderts ein erstes größeres Theorietraktat über den Tanz mit heute noch rekonstruierbaren Choreographien überliefert. Er und seine Schüler Antonio Cornazzano und Guglielmo Ebreo prägen so unseren Blick auf den Tanz im Italien der frühen Renaissance.

Der Kurs richtet sich insbesondere an alle, die bereits erste Erfahrungen mit Tänzen der Empirezeit haben und ihr Wissen vergrößern wollen. An diesem Wochenende stehen etwas anspruchsvollere Tänze im Mittelpunkt, und alle Tänze sollen mit den passenden Schritten ausgeführt werden. Entsprechend erlernen wir verstärkt die Schritte der Zeit und erweitern unser Repertoire an Figuren.
Wie beim Jane-Austen Kurs im November stammen die Tänze wieder aus verschiedenen Ländern Europas und die verschiedenen choreographischen Konzepte bieten uns reichlich Abwechslung.

Dieser Tanz ist vielleicht eine der schönsten erhaltenen Choreographien für ein Solopaar aus dem Barock. Wie bereits im Namen angegeben, stammt die Passacaglia aus der Oper Persée. Der Komponist der bezaubernden Musik war Jean-Baptiste Lully. Veröffentlicht wurde die Choreographie 1704 in einer großen Sammlung von Tänzen von Louis-Guillaume Pécourt. Auf der Opernbühne standen damals zwei absolute Stars der damaligen Zeit: Mr. Balon und Mlle. Subligny.

Die USA feiern am 4. Juli das 250jährige Bestehen ihrer Unabhängigkeitserklärung. Ein Schwerpunkt des Kurses liegt auf Tänzen aus den ersten Jahrzehnten der USA. Mit dabei an diesem Wochenende aber auch einige Tänze aus der weiteren Entwicklung des Tanzes in den USA bis zum Charleston der 1920er Jahre.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts verdrängen Rundtänze wie der Walzer nach und nach die Figurentänze. Übrig bleiben für einen Ball nur noch zwei Choreographien, die man erlernen musste: die Française, die wir heute z. B. immer noch als Mitternachtsquadrille auf dem Wiener Opernball finden, und La Quadrille à la cour, die mancherorts immer noch ein Traditionstanz ist. Diesen beiden Tänzen und ihrer Entwicklung widmen wir unser Wochenende.

Ein Wochenende mit zauberhaften Tänzen aus dem Rokoko. Mit dabei sind natürlich die englischen Longways in der Gasse, die in Deutschland meist als englische Tänze oder Contredanses anglaises bezeichnet wurden, aber nicht nur aus England stammen, sondern überall reichlich erfunden wurden. Manchmal nannte man sie bei uns auch Sesken, weil in der Regel 6 Personen eine Untergruppe in der langen Gasse bilden.