
Im Mittelpunkt des Wochenendes stehen Tänze aus zwei für den Karneval im Jahr 1830 und 1840 erschienenen Almanachen.

Im Mittelpunkt des Wochenendes stehen Tänze aus zwei für den Karneval im Jahr 1830 und 1840 erschienenen Almanachen.

An diesem Wochenende widmen wir uns den Grundlagen der wichtigsten Gesellschaftstanz-formen des Barocks. Im Gegensatz zur Musik ist für die Rekonstruktion des Tanzes im 17ten Jahrhundert die Quellenlage leider dünn, es gibt (mit Ausnahme des Spezialfalls England) nur wenige Choreographien und Tanztraktate.

Thoinot Arbeau (eigentlich: der Kleriker Jehan Tabourot) ist ein wahrer Held der Tanzgeschichte. Ende des 16. Jahrhunderts hat er für uns ein Buch Orchésographie (1588) geschrieben, in dem er auf die Tänze seiner Jugend zurückblickt. Dies geschah in dem Bewusstsein, dass diese Tänze sonst wohl für immer verloren gehen. Ihm verdanken wir auch den ersten Versuch einer verständlichen und an die Musik gekoppelten Tanznotation. Er hat uns damit eine Vielzahl von Tänzen und Tanzformen des 16.

Der Barocke Solopaartanz „La Bourgogne“ ist so etwas wie ein moderner Klassiker unter den Choreographien des 18ten Jahrhunderts. Der Tanz stammt aus einer Sammlung von Tänzen für den Ballsaal mit Choreographien von Guillaume-Louis Pecour, die 1700 veröffentlicht wurde. Möglicherweise hat Pecour die Choreographie für die jugendliche Marie-Adélaïde de Savoie (1685-1712) erfunden, die 1697 den Enkel von Ludwig XIV. heiratete und so zur Herzogin von Burgund wurde.

Die französischen Cotillons erfreuten sich im 18. Jahrhundert großer Beliebtheit. Sie sind neben den englischen Longways die zweite Art von Contredanses. Bei den Cotillons tanzen jeweils zwei oder vier Paare in einer Quadrataufstellung zusammen einen Tanz, der nach dem Strophen – Refrain Prinzip funktioniert. Die Strophen werden dabei in der Regel aus einem festen Repertoire einfacher Figuren entnommen, so dass man meist nur den Refrain lernen muss, der den jeweiligen Tanz ausmacht.

Unsere ersten erhaltenen rekonstruierbaren Tanzquellen stammen aus dem 15. Jahrhundert, in Italien blühte bereits die Renaissance auf, in anderen Teilen Europas ging das Spätmittelalter seinem Ende entgegen. Wir nähern uns diesem Zeitenwandel mit Tänzen aus Frankreich, England und Italien.

Auch in diesem Jahr stehen für diesen beliebten Kurs in Frankfurt zwei Termine zur Wahl. In diesem Jahr feiern wir den 250sten Geburtstag von Jane Austen, sie ist wieder unsere Namenspatronin für das späte 18. und frühe 19. Jahrhundert. Zum Geburtstag gibt es natürlich besonders viele "echte" Jane Austen Tänze, aber anderes wird natürlich auch wieder dabei sein. Neben Tänzen aus England werden diesmal auch wieder Tänze aus Deutschland und Frankreich auf dem Programm stehen. Dabei entsteht ein buntes Potpourri aus verschiedenen Tanzformen der Zeit.

Auch in diesem Jahr stehen für diesen beliebten Kurs in Frankfurt zwei Termine zur Wahl. In diesem Jahr feiern wir den 250sten Geburtstag von Jane Austen, sie ist wieder unsere Namenspatronin für das späte 18. und frühe 19. Jahrhundert. Zum Geburtstag gibt es natürlich besonders viele "echte" Jane Austen Tänze, aber anderes wird natürlich auch wieder dabei sein. Neben Tänzen aus England werden diesmal auch wieder Tänze aus Deutschland und Frankreich auf dem Programm stehen. Dabei entsteht ein buntes Potpourri aus verschiedenen Tanzformen der Zeit.

Zum Ausklang des Jahres ein mittelschweres barockes Herrensolo. Die Choreographie ist ein Charakterstück das einen Matrosen darstellt, der möglicherweise nicht mehr 100% nüchtern ist, aber dennoch natürlich virtuos tanzt. Sie entstammt einer undatierten Sammlung (Res 817) von 24 Tänzen die in der französischen Nationalbibliothek liegt. Neben drei Einzeldrucken und einer handschriftlich notierten Paarchoreographie, enthält der Band 4 Damensolos und 16 Herrensolos – alle handschriftlich notiert.

Händel komponierte bereits etliche Tanzmusik in seinen Hamburger Jahren, sowohl später in seinen Opern für die Ballerina Marie Sallé als auch in seinen Orchestersuiten, wie der Wassermusik.
Choreografien zu dieser Musik sind jedoch keine bekannt.
Dennoch sind uns zwei Choreografien überliefert, beide von Anthony l’Abbé, choreografiert zu ganz unerwarteter Musik -eine Arie von Giulio Cesare: „Non è si vago e bello“ und von Scipione „Marcia“.